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Schloss Eisenhammer

Ehemaliges Jagdschloss der Fürsten zu Ysenburg

und Eisenhammer (Hammerwerk) in der Nähe von Brachttal-Neuenschmidten

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                                                                                                                               Foto: Landeskonservator Bickell Ende des 19. Jh.

 

 

Außerhalb der Gemeinde Neuenschmidten (heute Brachttal) liegt das „Schloss Eisenhammer“.

Bereits im 15. Jh. stand hier eine Waldschmiede, die das Erz aus der Schürfstelle „Schächtelburg“ verarbeitete.

1723 erhielt der Kammerrat des Grafen zu Ysenburg-Meerholz, Johann Wilhelm Schmidt, die Genehmigung, hier ein Hammer- und Schmelzwerk** zu betreiben. Das dazugehörige Verwaltungsgebäude wurde zugleich auch als Jagdquartier genutzt, weshalb das ganze Gebäude sehr „fürstlich“ gestaltet wurde.

Schlechte Verkehrsanbindung und sehr hoher Holzverbrauch machten dem Werk jedoch zu schaffen. Nach einigen Pächterwechseln (zuletzt die Familie Buderus) wurde der Eisenhammer 1875 von Fürst Ferdinand Maximilian (1824-1903) von Ysenburg-Wächtersbach übernommen und als Sägewerk betrieben. Es wurden auch Möbel (später hauptsächlich Büromöbel) und Verpackungskisten für die Steingutfabrik hergestellt.

1950 zerstörte ein Großbrand das Wohngebäude – 1985 wurde es wegen Baufälligkeit abgetragen. Leider nicht mehr erhalten ist auch der schöne dazugehörige Park. Heute steht das große Gebäude fast ganz leer und wartet noch rechtzeitig vor dem Verfall auf eine sinnvolle Nutzung.

 

Das Schloss Eisenhammer – jedoch nicht die Fabrikgebäude – wurden 2010 an eine Immobiliengesellschaft verkauft, die sich im Besitz des Fürstenhauses Ysenburg und Büdingen befindet. (GNZ 30.06.2010)

 

** mehr über „Eisenhammer“ bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenhammer

 

 

 

 

Die Rückseite des langgestreckten dreigeschossigen Gebäudes von Anfang des 18. Jahrhunderts. Über der Durchfahrt in der Mitte des Gebäudes befinden sich ein zierliches Glockentürmchen und zu beiden Seiten verschieferte Giebel.

 

 

Diese geschwungene Treppe führte in den Bereich, der als Jagdschloss genutzt wurde

         links befand sich der Verwaltungstrakt.

 

Die teilweise noch genutzten Wirtschaftsgebäude

 

Die leerstehenden Nebengebäude, die leider teilweise schon zerfallen und dringend renoviert werden müssten.

 

Über dem Torbogen befindet sich

das Allianz- Wappen des Philipp Jakob Haan

und seines Schwiegersohnes

Jakob Henrich Rühle von Lilienstern (*1726)

Gedenkstein neben dem Haupteingang für

„Jakob Heinrich Rühle von Lilienstern (1772-1826)“

Er war Österreichischer Rittmeister

und mit dem Pächter verwandt

 

Unauffällig und fast versteckt – Schloss Eisenhammer mit Blick von Osten

Die Straße führt links nach Spielberg und rechts zur Schächtelburg (ehemalige Schürfstelle für Eisenerz)

 

Eisenhammer von der Straße nach Spielberg aus gesehen.

Die Siedlung im Hintergrund ist Brachttal-Hellstein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Nähe von „Schloss Eisenhammer“ findet man viele alte Bäume.

Leider ist die weithin bekannte „1000-jährige“ Linde im Jahr 2007 zusammengebrochen.

 

Eine „1000-jährige“ Eiche (rechts) ist noch erhalten.

Der mächtige Baum ist wahrscheinlich ca. 400 Jahre alt .

Der Baum ist ein Naturdenkmal und gesetzlich geschützt.

 

 

Anfahrt: In der Gemeinde Brachttal von der B 276 auf die L 3443 in Richtung Kefenrod abbiegen.

Das Schloss liegt ca. 400 m hinter Brachttal /OT Neuenschmidten in Sichtweite der Landesstraße.

Es kann nur von außen besichtigt werden.

 

 

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